16/06/26
Gestaltung als Schlüssel für die Baukultur von morgen

Der Konvent der Baukultur 2026 stellte die Gestaltung ins Zentrum der Debatte. Im Fokus standen drei Fragen: Wie gestalten wir Prozesse, wie gestalten wir das Bauen und wie gestalten wir gesellschaftlichen Zusammenhalt?

Mit dem neuen Baukulturbericht „Gestalten – Prozesse, Bauen, Zusammenhalt“ macht die Bundesstiftung Baukultur deutlich: Die Herausforderungen unserer Zeit verlangen nicht nach weniger Ansprüchen, sondern nach einer neuen Qualität der Gestaltung.
Gestaltung steht dabei für weit mehr als die Form eines Gebäudes. Sie beginnt bei den Prozessen, mit denen Projekte entwickelt werden. Sie prägt die Qualität der gebauten Umwelt. Und sie schafft Orte, die Begegnung, Identifikation und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.
Was heißt das konkret?
Die Herausforderungen sind bekannt: Wohnraummangel, Klimakrise, Ressourcenknappheit und steigende Baukosten. Die eigentliche Aufgabe besteht darin, diese Anforderungen nicht gegeneinander auszuspielen. Zukunftsfähige Lösungen entstehen dort, wo Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz, Geschwindigkeit und Qualität, Einfachheit und Baukultur zusammengedacht werden.
Mit dem LRW-Vergabeverfahren hinterfragen wir lineare und tradierte Planungsprozesse. Gemeinsam mit mutigen Projektpartnern schaffen wir Raum für neue Formen der Zusammenarbeit und eröffnen ergebnisoffene Wege für echte Innovationen. So stärken wir die interdisziplinäre Zusammenarbeit bereits in frühen Projektphasen. Denn gute Ergebnisse entstehen nicht zufällig – sie sind das Ergebnis gut gestalteter Prozesse.
Vier aktuelle Projekte, die Zukunft gestalten:

MorellenQuartier – Pilotprojekt im Hamburg Standard
Bezahlbarer Wohnungsbau + CO₂-Reduktion

Rappoltweg – Serieller & Modularer Wohnungsbau
Schnelle Umsetzung + baukultureller Anspruch


Neues Wohnen am Rugenbarg
Wirtschaftliche Effizienz + klimaresiliente Stadtentwicklung
Für uns ist Gestaltung weit mehr als eine Entwurfsaufgabe. Sie ist die Fähigkeit, unterschiedliche Interessen, Anforderungen und Ressourcen in ein neues Gleichgewicht zu bringen – und daraus tragfähige Lösungen für die Zukunft zu entwickeln.