08/06/26
Grundsteinlegung für das MorellenQuartier

Mit der heutigen Grundsteinlegung hat das MorellenQuartier in Hamburg-Marienthal einen wichtigen Meilenstein erreicht. Gemeinsam mit Senatorin Karen Pein, den Vorständen der HANSA Baugenossenschaft Dirk Hinzpeter und Carsten Weißgerber, Stefan Wulff als geschäftsführendem Gesellschafter der Otto Wulff Bauunternehmung sowie zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus Planung und Bauwirtschaft wurde der offizielle Baustart gefeiert.

Das MorellenQuartier ist für LRW Architektur und Stadtplanung weit mehr als ein Wohnungsbauprojekt mit 90 Wohnungen. Als erstes genossenschaftliches Pilotprojekt des Hamburg-Standards in der Umsetzung steht es exemplarisch für einen neuen Ansatz im bezahlbaren Wohnungsbau. Im Mittelpunkt stehen Suffizienz, einfache und robuste Lösungen, eine konstruktionsoffene Vergabe sowie die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten bereits in frühen Planungsphasen.
Die heutige Grundsteinlegung zeigt, dass innovative Wege im Wohnungsbau möglich sind, wenn Bauherrschaft, Politik, Verwaltung, Planende und Bauunternehmen gemeinsame Ziele verfolgen. Das Projekt verbindet hohe baukulturelle Qualität mit klaren Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Ressourcenschonung und Klimaschutz.
Besonders stolz sind wir darauf, diesen Weg gemeinsam mit der HANSA Baugenossenschaft, Otto Wulff und vielen engagierten Projektbeteiligten zu gehen. Die Realisierung des MorellenQuartiers erforderte Mut, Offenheit und die Bereitschaft, etablierte Prozesse neu zu denken. Genau darin liegt die besondere Bedeutung dieses Projekts.
Wir freuen uns darauf, die nächsten Schritte auf dem Weg zur Fertigstellung des Quartiers zu begleiten.


Projektergebnisse
- 90 Wohnungen im MorellenQuartier Hamburg-Marienthal
- Holzbau mit hohem Vorfertigungsgrad
- Erstes genossenschaftliches Pilotprojekt des Hamburg-Standards in Umsetzung
- Baukostenziel von 3.000 € brutto/m² Wohnfläche (KG 200–700)
- Zielwert von 8 kg CO₂e/m² Wohnfläche und Jahr im Gebäudebetrieb
- Indikatives und konstruktionsoffenes Vergabeverfahren
- Serielle Typenhäuser mit hohem Vorfertigungsgrad
- Low-Tech-Prinzipien und suffizienzorientierte Planung
- Holzbaukonzept mit langlebigen und robusten Materialien
- Reduzierte Bauweise ohne Keller und Tiefgarage
Das MorellenQuartier hat uns gezeigt, dass die Lösung der Wohnungsbaukrise nicht allein in neuen technischen Standards liegt. Entscheidend ist die Art, wie wir planen, priorisieren und zusammenarbeiten. Wir müssen Komplexität reduzieren, ohne baukulturelle Qualität aufzugeben. Das gelingt nur, wenn alle Beteiligten den Mut haben, etablierte Prozesse zu hinterfragen und gemeinsam neue Wege zu beschreiten.
Noch mehr zum Pilotprojekt: MorellenQuartier

Kilian Jonak
Wir müssen Komplexität reduzieren, ohne baukulturelle Qualität aufzugeben.