
Eimsbütteler Marktplatz, Hamburg

Mit dem Neubau am Eimsbütteler Marktplatz wird eine lange offene städtebauliche Situation geschlossen und zugleich ein neuer Ort für generationengerechtes Wohnen geschaffen. An der Ecke Faberstraße/Rellinger Straße ergänzt das Gebäude den Blockrand und gibt dem Quartier ein neues, zeitgemäßes Gesicht. So entsteht nicht nur eine klare städtische Kante zum Marktplatz, sondern auch ein geschützterer Innenbereich, der den Hof wirksam vom Verkehrslärm der Fruchtallee abschirmt.
Key Info
Baubeginn
2013
Fertigstellung
2015
Kategorie
Wohnen
Auftraggeber
Wohnungsbaugenossenschaft Kaifu Nordland eG, Hamburg
Größe
2.840 m2 BGF, 26 Wohnungen (davon 17 seniorengerecht)
Standort
Hamburg Eimsbüttel, Eimsbütteler Marktplatz
Aufgabe
Neubau Wohngebäude mit seniorengerechten Wohnungen
Auszeichnung
Deutscher Bauherrenpreis 2020 in der Kategorie "Bauen in städtebaulich schwierigen Lagen"
Planungsleistung
Vorentwurf, Entwurf, Bauantrag, Ausführungsplanung
Fotos
Oliver Heissner
Der Entwurf orientiert sich in Maßstab und Fassadengliederung an den benachbarten gründerzeitlichen Altbauten und übersetzt diese Nachbarschaft in eine zeitgenössische Architektursprache. Zur Straße zeigt sich das Haus mit einer hellen Verblendfassade, während die Hoffassade in hellem Putz ausgebildet ist. So vermittelt das Gebäude selbstbewusst zwischen städtischer Präsenz und wohnlicher Ruhe. Auf den Projektseiten wird diese Haltung auch visuell sichtbar: Die Abbildungen zeigen die Einfügung in den Blockrand, die helle Materialität und die klare Präsenz des Baukörpers am Platz.



Insgesamt umfasst die Wohnanlage 26 Wohnungen, davon 17 seniorengerecht. Das Angebot richtet sich gezielt an die Generation 60Plus. Der überwiegende Teil der Zwei-Zimmer-Appartements ist barrierefrei konzipiert und auf Ein- oder Zwei-Personen-Haushalte zugeschnitten. Jede Wohnung verfügt über eine Loggia und verbindet damit geschützten privaten Rückzug mit dem Blick in das urbane Umfeld.

Besonderes Augenmerk galt der Wohnqualität in innerstädtischer Lage. Unterschiedliche Schallschutzmaßnahmen sorgen dafür, dass die Wohnungen trotz der stark befahrenen Umgebung eine hohe Aufenthaltsqualität bieten. Damit verbindet das Projekt die Vorteile des zentralen Wohnens mit den Anforderungen an Komfort, Ruhe und Alltagstauglichkeit im Alter.


Auch die gemeinschaftlichen Bereiche sind ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts. Der großzügige, helle Eingangsbereich orientiert sich zum Platz und schafft eine offene, einladende Adresse. Ergänzt wird er durch einen Gemeinschaftsraum mit Pantry und rollstuhlgerechter WC-Anlage, der Begegnung, Austausch und gemeinschaftliche Aktivitäten ermöglicht. So entsteht ein Haus, das nicht nur Wohnungen bereitstellt, sondern Nachbarschaft fördert und soziale Teilhabe im Alltag unterstützt.


Ansprechpartner*in
Karin Loosen
Dipl.-Ing. Architektin BDA, Stadtplanerin
