Arche 42

Arche 42, Hamburg

Mit Arche 42 entsteht in Hamburg-Billstedt neuer Raum für bezahlbare Mietwohnungen und soziale Infrastruktur: Auf dem Grundstück eines Firmensitzes werden 94 geförderte Wohnungen entwickelt, ergänzt um Angebote für Großtagespfelge und Azubiwohnen – flächen- und kosteneffizient geplant.

Key Info

Baubeginn

2026

Fertigstellung

2029

Kategorie

Wohnen, Quartiere

Auftraggeber

Wulff Zweite Immobilienfonds GmbH & Co. KG

Größe

ca. 8.200 m2 BGF / 96 Wohnungen

Standort

Hamburg - Billstedt, Archenholzstraße 42

Energiestandard

GEG

Aufgabe

Neubau geförderter Mietwohnungsbau nach Hamburg Standard

Freiraumplanung

GHP Landschaftsarchitekten

Planungsleistung

LP 1-5

Arche 42

Urbane Vielfalt – integriert gedacht

Arche 42 ist ein städtebauliches Puzzlestück, das pragmatisch auf die Herausforderungen unserer Zeit reagiert. Wo sich zuvor Abstellflächen für Baustoffe und Hinterhofstrukturen befanden, entstehen sechs kompakte Neubauten, die Familienleben, Kinderbetreuung und Auszubildendenwohnen auf engem Raum verbinden.

Gleichzeitig gelingt die städtebauliche Vermittlung zwischen der Firmenzentrale im Norden, dem Wohnquartier Schleemer Weg im Westen und dem Bäderland Billstedt im Osten des Baufeldes. Mit fein abgestimmter Kubatur und differenzierter Fassadensprache fügt sich das Ensemble harmonisch in die Nachbarschaft ein – und übersetzt die industrielle Präsenz des Otto-Wulff-Areals in eine wohnungsbauliche Maßstäblichkeit.

Arche 42
Ansicht Osten
Kilian Jonak

Kilian Jonak

Bodenständig im Ausdruck, anspruchsvoll im Detail: ein Ensemble, das Vertrauen ausstrahlt, weil es verlässlich gedacht und dauerhaft gebaut ist.

IFB-Wohnungsmix & Barrierefreiheit

Gefördert durch die IFB Hamburg, realisiert das Projekt Arche 42 einen differenzierten Wohnungsmix: kompakte Einheiten für Einzelpersonen und junge Haushalte, ergänzt um Wohnungen für drei-, vier- und fünfköpfige Lebensgemeinschaften sowie zwei Wohnungen für die Großtagespflege mit bis zu zehn Kindern. Die gesamte Anlage ist barrierefrei erschlossen und verfügt über „Komfort-Fahrradstellplätzen“ gemäß IFB-Standard.

Arche 42
Ansicht Westen

Seriell & kosteneffizient geplant

Für eine wirtschaftliche Umsetzung folgt das Projekt den Prinzipien des Hamburg Standards. Die Planung folgt einer resilienten und suffizienten Bauweise: langlebige Konstruktionen, robuste Details und eine bewusste Reduktion technischer Komplexität.

LRW plant die fünf Wohngebäude im GEG-Standard und setzt auf serielle Baustrukturen: wiederkehrende, übereinander liegende Wohnungstypen, standardisierte Badmodule, reduzierte Treppenhausvarianten und sich wiederholende Balkone in 2 Ausführungen minimieren Planungsaufwand, Bauzeit und Ressourcenverbrauch.

Auf unnötige, kostentreibende Extras wurde verzichtet – nicht aus Mangel, sondern aus Überzeugung. Wohnkomfort entsteht hier durch funktionale Grundrisse, gute Belichtung, klare Erschließung und dauerhaft wertige Materialien.

Arche 42

Bewusst robust!

Arche 42 setzt dabei bewusst auf eine reduzierte Architektursprache. Die Gebäude sind in ihren Elementen auf das Wesentliche konzentriert: klare Kubaturen, ruhige Fassaden und präzise gesetzte Öffnungen. Trotz dieser Zurückhaltung entsteht eine hohe bauhandwerkliche Qualität. Die Vollverblendstein-Fassade steht für Langlebigkeit und Wertigkeit. Sie übersetzt die funktionale Logik des Bauens in eine fein abgestufte Architektursprache: Von hellen, braunroten Ziegeln im Norden bis zu sandfarbenen Steinen im Süden reagiert die Materialität auf die angrenzenden Stadträume und vermittelt zwischen Wohnquartier und Gewerbe.

Die Verblendfassade übersetzt Wertigkeit und Langlebigkeit – ohne Effekte, aber mit klarer Haltung.

Arche 42
Visualisierung Ansicht Süden

Vermittelnde Architektursprache

Charakteristisch sind Brüstungsfenster, die in ihrer Maßstäblichkeit an den Wohnungsbau der 1950er-Jahre erinnern. Ergänzt durch steinerne Reliefs bringen sie eine selbstverständliche Ordnung in die Fassaden und schaffen nach außen ein identitätsstiftendes Bild.

Trapezförmige Balkone im Süden gleichen die leicht abflachende Gebäudekubatur aus und lockern die Südfassade subtil auf. Bodentiefe Fenster in den Wohn- und Essräumen  – vorwiegend nach Süden und Westen - sorgen für viel Tageslicht und ein angenehmes Wohnklima.

Ansprechpartner*in

Kilian Jonak

Dipl.-Ing. Architekt

Kilian Jonak
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